Gemeinde Heiligenberg

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Neubau Ganztagsbetreuung mit Mensa an der Grundschule

Startschuss für den Neubau der Ganztagsbetreuung mit Mensa an der Grundschule Heiligenberg

Nach einer mehrjährigen intensiven Planungs- und Abstimmungsphase ist es nun so weit. Am Montag, 3. August 2026, beginnen die Bauarbeiten für die Erweiterung der Grundschule Heiligenberg in Wintersulgen. Mit dem Neubau entstehen moderne Räume für die Ganztagsbetreuung sowie eine neue Mensa. Gleichzeitig werden die Außenanlagen und die Verkehrssituation im Umfeld der Schule umfassend aufgewertet.

Die Gemeinde Heiligenberg bietet bereits seit vielen Jahren von Montag bis Donnerstag eine Ganztagsbetreuung an. Die Nachfrage nach diesem Angebot ist kontinuierlich gestiegen. Mittlerweile sind sowohl die räumlichen Kapazitäten der Betreuung als auch die Möglichkeiten der vorhandenen Küche nahezu ausgeschöpft. Hinzu kommt der bundesweite Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder, der ab dem Schuljahr 2026/2027 schrittweise eingeführt wird.

Auch die vom Gemeinderat im Jahr 2025 beschlossene Einführung der verbindlichen Ganztagsgrundschule an drei Tagen mit jeweils sieben Stunden unterstreicht die Notwendigkeit, die bestehenden räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen grundlegend weiterzuentwickeln. Mit dem Neubau schafft die Gemeinde daher die erforderlichen Kapazitäten für eine zeitgemäße, verlässliche und qualitativ hochwertige Betreuung.

Sorgfältige Planung unter Beteiligung aller Betroffenen

Bereits Anfang des Jahres 2021 hatte die Gemeindeverwaltung das örtliche Architekturbüro KOSA Architekten aus Heiligenberg mit der Erarbeitung einer Vorplanung beauftragt. Grundlage hierfür waren die stetig wachsende Nachfrage, die bereits damals erkennbaren räumlichen Engpässe und der angekündigte Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung.

Die Vorplanung wurde in mehreren Gesprächs- und Abstimmungsrunden gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Grundschule, der Schulleitung, den Mitarbeitenden der Verlässlichen Grundschule, erfahrenem Betreuungspersonal anderer Grundschulen, dem Architekturbüro und der Gemeindeverwaltung entwickelt. Die jeweiligen Planungsstände wurden dem Gemeinderat im Rahmen verschiedener Klausurtagungen vorgestellt und ausführlich beraten.

In seiner Klausurtagung am 13. Januar 2024 beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung, die von KOSA Architekten erarbeiteten Entwurfsunterlagen als Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln aus dem Bundesprogramm „Investitionsprogramm Ganztagsausbau“ zu verwenden.

Um das Projekt anschließend ohne unnötige Verzögerungen weiterführen zu können, wurden die erforderlichen Architektenleistungen im August 2024 europaweit ausgeschrieben. Aufgrund des Auftragsvolumens war die Durchführung eines förmlichen europaweiten Vergabeverfahrens notwendig. Dieses wurde von der Gemeindeverwaltung gemeinsam mit einer erfahrenen Rechtsanwaltskanzlei begleitet.

Nach sorgfältiger Prüfung und Wertung der eingegangenen Angebote vergab der Gemeinderat die Architektenleistungen in seiner Sitzung am 26. November 2024 an das Architekturbüro mmp aus Uhldingen-Mühlhofen. Dessen Angebot hatte sich im Vergabeverfahren als das wirtschaftlichste erwiesen.

Weiterentwicklung und Optimierung des Entwurfs

Das Architekturbüro mmp entwickelte die auf der Machbarkeitsstudie von KOSA Architekten basierende Vorplanung weiter. Dabei wurde insbesondere die Raumfolge im Erdgeschoss des Erweiterungsgebäudes optimiert. Die schulisch genutzten Räume können künftig unabhängig voneinander genutzt und direkt erschlossen werden. Dies ermöglicht flexible Abläufe und schafft gute Voraussetzungen für die unterschiedlichen Anforderungen des Schul- und Betreuungsalltags.

Durch eine geringfügige Verschiebung des Neubaus in nordwestliche Richtung können zudem die beiden das Ensemble prägenden Bäume – eine Kiefer und ein Ahorn – im Eingangsbereich erhalten bleiben. Sie werden auch künftig wesentlich zum Erscheinungsbild des Schulareals beitragen und gleichzeitig natürlichen Schatten im neuen zentralen Eingangsbereich spenden.

Der zusammen mit diesem Beitrag veröffentlichte Grundrissplan einschließlich der Außenanlagenplanung vermittelt einen anschaulichen Überblick über die künftige Anordnung der Räume, die Erschließung des Gebäudes und die Gestaltung des Schulumfelds. Die ebenfalls abgedruckte Visualisierung der neuen Mensa und Betreuungsräume gibt bereits heute einen Eindruck davon, wie hell, freundlich und einladend die neuen Räumlichkeiten nach ihrer Fertigstellung wirken werden. Die Mensa soll dabei weit mehr als ein reiner Speiseraum sein. Sie wird zu einem zentralen Ort der Begegnung und des gemeinschaftlichen Miteinanders im Schulalltag.

Erste Ausschreibung mit erfreulichem Ergebnis

Auf Grundlage der weiterentwickelten Planunterlagen fasste der Gemeinderat in seiner Sitzung am 24. Februar 2026 den Baubeschluss für den Neubau der Ganztagsbetreuung einschließlich Mensa. Anschließend wurden das Architekturbüro mmp und die beteiligten Fachplanungsbüros mit der Ausarbeitung der Leistungsverzeichnisse für das erste Ausschreibungspaket beauftragt.

Dieses Paket umfasste die Erdarbeiten, den Rohbau ohne Holzbau, den Aufzug sowie die Gewerke Sanitär, Heizung, Lüftung und Blitzschutz. Darüber hinaus wurde das vom Fördermittelgeber vorgeschriebene Bauschild ausgeschrieben.

In der Kostenberechnung waren für diese Gewerke zunächst rund 1,404 Millionen Euro vorgesehen. Die vorab bepreisten Leistungsverzeichnisse beliefen sich auf insgesamt rund 1,417 Millionen Euro. Nach Prüfung der eingegangenen Angebote ergab sich schließlich eine Auftragssumme von insgesamt 1.352.037,55 Euro. Damit liegen die Ausschreibungsergebnisse erfreulicherweise unter der angesetzten Kostenberechnung.

Mit dem ersten Ausschreibungspaket sind bereits rund 45 Prozent der berechneten reinen Baukosten ausgeschrieben. Die Gesamtkosten waren in der Kostenberechnung vom 22. Januar 2026 mit 4,682 Millionen Euro veranschlagt worden. Nach dem ersten Ausschreibungspaket liegt der aktuelle Kostenstand bei rund 4,630 Millionen Euro.

Mehr als 3,2 Millionen Euro Fördermittel

Möglich wird dieses wichtige Zukunftsprojekt auch durch eine umfangreiche Förderung von Bund und Land. Aus dem Bundesprogramm „Investitionsprogramm Ganztagsausbau“ erhält die Gemeinde Heiligenberg Fördermittel in Höhe von 2.287.020 Euro. Weitere 950.000 Euro werden aus dem Ausgleichsstock des Landes Baden-Württemberg als Investitionshilfe für leistungsschwache Gemeinden bereitgestellt.

Insgesamt fließen somit Fördermittel in Höhe von 3.237.020 Euro in den Neubau. Nach Abzug dieser Zuschüsse verbleibt bei der Gemeinde Heiligenberg ein Eigenanteil von knapp 1,4 Millionen Euro.

Baubeginn am 3. August 2026

Am Montag, 3. August 2026, beginnen die Abbruch- und Erdarbeiten durch die Firma Straßer aus Salem. Mitte September soll die Firma Löffler aus Hohentengen mit den Rohbauarbeiten starten. Der offizielle Spatenstich mit den Grundschülerinnen und Grundschülern, dem Lehrerkollegium, Gemeindemitarbeitern, Vertretern des Gesamtelternbeirats sowie den beteiligten Planern, Firmen und Projektverantwortlichen ist für Anfang Oktober nach den Sommerferien vorgesehen. Zu diesem Zeitpunkt werden auch die ersten sichtbaren Fortschritte auf der Baustelle zu erkennen sein.

Das Gesamtprojekt beschränkt sich nicht allein auf das neue Betreuungsgebäude und die Mensa. Auch die Verkehrssituation rund um die Grundschule wird deutlich verbessert. Vorgesehen sind eine neu geordnete Bushaltestellensituation mit barrierefreien Bushaltestellen sowie eine Querungshilfe, die künftig ein sicheres Überqueren der Gemeindeverbindungsstraße ermöglichen soll. Damit wird das gesamte Schulumfeld sicherer, übersichtlicher und besser zugänglich.

Eine Investition in die Zukunft unserer Kinder

Nach der langen und intensiven Planungs-, Abstimmungs- und Förderphase freuen sich Gemeinderat und Gemeindeverwaltung außerordentlich, dass dieses bedeutende Projekt nun sichtbar in die Umsetzung geht. Der Neubau ist ein starkes Bekenntnis der Gemeinde zu ihren Kindern und Familien sowie zu einer modernen und zukunftsfähigen Bildungs- und Betreuungslandschaft.

Mit der Investition schafft die Gemeinde nicht nur zusätzliche Räume. Sie verbessert die Voraussetzungen für Bildung, Betreuung, gemeinsames Lernen, gesunde Ernährung und ein gutes soziales Miteinander. Die beträchtlichen finanziellen Mittel sind deshalb gut und nachhaltig angelegtes Geld – denn eine Investition in Kinder ist immer auch eine Investition in die Zukunft der gesamten Gemeinde.

Der Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung verbinden mit dem Projekt zugleich die Hoffnung, dass das außergewöhnliche Engagement und die erheblichen finanziellen Anstrengungen der Gemeinde nachhaltig Wirkung entfalten. Wir bitten auch um Verständnis für die mit den Bauarbeiten verbundenen Beeinträchtigungen. Die ausführenden Firmen sind bemüht, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Wir sind überzeugt, dass das Ergebnis nach Abschluss der Bauarbeiten für die vorübergehenden Unannehmlichkeiten entschädigen wird.

Nun blicken alle Beteiligten mit Freude und Spannung auf die bevorstehende Bauzeit und auf den Tag, an dem die Kinder ihre neuen Räume und die neue Mensa erstmals mit Leben füllen werden.

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