






08. Oktober 2026:
Mit einem eigens für den Neubau einstudierten Lied eröffneten alle Kinder der Grundschule Heiligenberg den offiziellen Spatenstich für ihre neue Ganztagsbetreuung mit Mensa. Gemeinsam mit der Schulgemeinschaft, dem Gemeinderat, Vertretern des Gesamtelternbeirats und den Projektbeteiligten setzte die Gemeinde damit ein sichtbares Zeichen für die Zukunft ihres Schulstandorts.
Die Hauptpersonen dieses Tages waren die rund 90 Grundschulkinder. Ihr musikalischer Beitrag machte gleich zu Beginn deutlich, dass es bei dem Bauvorhaben um einen Ort zum Lernen, Spielen, gemeinsamen Essen und Wohlfühlen geht. Bürgermeister Lehmann bedankte sich herzlich bei den Kindern und ihren Lehrerinnen für diesen besonderen Auftakt.
Dass die Bauarbeiten bereits am 3. August begonnen hatten, der offizielle Spatenstich aber erst nach den Sommerferien stattfand, war bewusst geplant. Die Kinder sollten dabei sein können. „Die Bagger mussten also ausnahmsweise nicht warten, bis die Spatenstichrede gehalten wurde“, bemerkte Lehmann augenzwinkernd.
Eine gute Lösung für Kinder und Familien
Die Gemeinde bietet bereits seit vielen Jahren von Montag bis Donnerstag eine Ganztagsbetreuung an. Mit der wachsenden Nachfrage sind die vorhandenen Räume und die bisherige Küche jedoch nahezu an ihre Grenzen gelangt. Der schrittweise eingeführte Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung und die 2025 vom Gemeinderat beschlossene Einführung einer verbindlichen Ganztagsgrundschule an drei Tagen mit jeweils sieben Stunden machen zusätzliche Räume erforderlich.
Für Bürgermeister Lehmann steht dabei mehr als die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben im Mittelpunkt: „Wir wollen nicht nur eine Verpflichtung erfüllen. Wir wollen eine gute Lösung für unsere Kinder und Familien schaffen.“
Die Schulleiterin Susanne Armbruster würdigte den gemeinsamen Weg bis zum Baubeginn: „Viele Menschen haben geplant, beraten und organisiert, damit dieser Tag heute Wirklichkeit wird.“
Tatsächlich reichen die ersten Überlegungen zur weiteren Schulentwicklung bis ins Jahr 2021 zurück. KOSA Architekten aus Heiligenberg erarbeiteten die Grundlagen und erste Entwürfe. Nach einer europaweiten Ausschreibung übernahm im November 2024 das Büro mmp Architekten aus Uhldingen-Mühlhofen die weitere Planung und Betreuung. Beim Spatenstich erläuterte Herr Müller von mmp Architekten das Projekt und den Bauablauf.
Neue Räume mit vielfältigen Möglichkeiten
Der Neubau umfasst zwei zusätzliche Räume für die Nachmittagsbetreuung sowie eine Mensa mit Ausgabeküche, die für die Versorgung von bis zu 100 Schülerinnen und Schülern ausgelegt wird. Die Räume sollen flexibel genutzt werden können – auch für gemeinschaftliche Angebote, Aufführungen und Versammlungen. Ein Verbindungsgang verknüpft den Neubau mit dem Bestand und schafft einen gemeinsamen Eingangsbereich.
Der Geländeverlauf ermöglicht zudem ein nutzbares Untergeschoss. Dort werden Haustechnik, Lagerflächen und eine kleine Hausmeisterwerkstatt untergebracht.
Auch die Energieversorgung des Schulstandorts wird neu aufgestellt. Eine Pelletheizung, ergänzt durch eine Wärmepumpe für die Sommermonate, soll künftig die Schulgebäude, die Sporthallen und das ehemalige Lehrerwohnhaus versorgen. Ein begrüntes Dach und eine Photovoltaikanlage ergänzen das Konzept. Durch eine angepasste Gebäudeplatzierung können außerdem die beiden großen Bäume im Eingangsbereich erhalten bleiben.
Der Schulhof erhält zusätzliche Spielmöglichkeiten. Darüber hinaus arbeitet die Gemeinde an einem sichereren Schulumfeld mit barrierefreien Bushaltestellen, einer Querungshilfe und dem vorgesehenen Lückenschluss des Geh- und Radwegs zwischen Röhrenbach und Wintersulgen.
Große Investition mit wichtiger Unterstützung
Die aktuellen Projektkosten liegen bei rund 4,63 Millionen Euro – eine erhebliche Investition für Heiligenberg. Unterstützt wird das Vorhaben durch rund 2,2 Millionen Euro aus dem Investitionsprogramm Ganztagsausbau sowie 950.000 Euro aus dem Ausgleichsstock des Landes Baden-Württemberg. Zusätzlich setzt die Gemeinde 900.000 Euro aus den ihr bewilligten Mitteln des Sondervermögens des Bundes für die Grundschule ein. Das entlastet den Gemeindehaushalt und verringert den Kreditbedarf.
Erfreulich ist auch, dass die ersten beiden Ausschreibungspakete unter der dafür angesetzten Kostenberechnung liegen.
Bürgermeister Lehmann dankte dem Gemeinderat, der Schule und dem Betreuungsteam, den Eltern, der Verwaltung, den Planungsbüros und den beteiligten Unternehmen. Besonders hob er die bisherige konstruktive und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Firmen Straßer aus Salem und Löffler aus Hohentengen hervor.
Eine kleine Schatzkiste für die Zukunft
Einen besonderen Beitrag hatten die Kinder außerdem mit ihrer Zeitkapsel vorbereitet. Ihre persönlichen Beiträge sollen gemeinsam mit Unterlagen zum Bauvorhaben, Bildern und Zeitungsberichten ein Stück Schul- und Gemeindegeschichte bewahren – und später einmal davon erzählen, was die Menschen beim Start dieses Projekts bewegte.
Mit dem gemeinsamen Spatenstich wurde schließlich der nächste Schritt sichtbar vollzogen.
Der Wunsch für die kommenden Monate sind eine gute Zusammenarbeit, ein erfolgreicher Bauverlauf und vor allem eine unfallfreie Bauzeit. Das Ziel brachte Bürgermeister Lehmann auf den Punkt: „Unsere Kinder sind uns diese Anstrengung wert.“
10. September 2026:
Die Bauarbeiten für den Neubau der Ganztagsbetreuung mit Mensa an der Grundschule Heiligenberg in Wintersulgen haben pünktlich zu Beginn der Sommerferien begonnen. Seit Anfang August, ist auf dem Schulgelände viel geschehen. Trotz einzelner unvorhergesehener Hindernisse in der Baugrube liegen die Arbeiten weiterhin im vorgesehenen Zeitplan und schreiten sehr gut voran.
Mit großem Gerät hat das Bauunternehmen Straßer aus Salem zunächst die erforderlichen Abbrucharbeiten ausgeführt und anschließend mit dem umfangreichen Aushub der Baugrube begonnen. Diese Arbeiten sind inzwischen nahezu abgeschlossen. Damit sind die wesentlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass in Kürze die Hochbauarbeiten beginnen können.
Aktuell werden um die Baugrube herum noch die Abwasser- und Regenwasserkanäle verlegt und neu an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen. Zudem werden die erforderlichen Kontrollschächte gesetzt. Diese Arbeiten sind ein wichtiger Bestandteil der Erschließung des Neubaus und müssen abgeschlossen sein, bevor die weiteren Bauabschnitte folgen können.
Eine zusätzliche Herausforderung stellte eine bestehende Wasserleitung dar, die bislang mitten durch das künftige Baufeld verlief. Sie wurde durch die Firma Stengele aus Wintersulgen fachgerecht umverlegt und aus dem unmittelbaren Baustellenbereich herausgeführt.
Auch eine Gasleitung sowie eine Glasfaserleitung mussten verlegt werden, da sie die nun beginnenden Hochbauarbeiten behinderten. Die Neuordnung der verschiedenen Leitungen erforderte eine enge Abstimmung zwischen den beteiligten Firmen, den Fachplanern, dem Architekturbüro mmp und der Gemeindeverwaltung. Dank der guten Zusammenarbeit konnten auch diese zusätzlichen Aufgaben im ursprünglich Gesamtzeitplan bewältigt werden.
Mit dem Ende der Sommerferien beginnt nun der nächste deutlich sichtbare Bauabschnitt. Am Montag, 14. September 2026, und damit gleichzeitig mit dem Start des neuen Schuljahres, wird der Baukran der Firma Löffler aus Hohentengen aufgestellt, die die Beton- und Rohbauarbeiten übernimmt. In den darauffolgenden Wochen wird das neue Gebäude Stück für Stück aus der Baugrube herauswachsen. Für die Schülerinnen und Schüler wird sich das Erscheinungsbild ihrer Schule damit laufend verändern. Sie können unmittelbar miterleben, wie auf ihrem Schulgelände ein Neubau entsteht, der künftig einen wichtigen Teil ihres Schulalltags bilden wird.
Geänderter Zugang zur Grundschule
Während der Bauzeit kann der bisherige Eingang zum Schulgebäude aus Sicherheitsgründen nicht genutzt werden. Deshalb wurde für die Dauer der Baumaßnahme ein provisorischer Schulweg eingerichtet.
Der offizielle Zugang verläuft künftig entlang der Straße am ehemaligen Lehrerwohnhaus vorbei in Richtung Minispielfeld. Von dort führt der Weg über den Kiesweg an der Turnhalle und am neuen Gartenhaus der Garten AG vorbei in den hinteren Innenhof.
Der provisorische Schulweg wird über die gesamte Bauzeit hinweg in den Wintermonaten beleuchtet. Bei winterlichen Wetterverhältnissen übernimmt der gemeindliche Bauhof außerdem den erforderlichen Räum- und Streudienst. Damit soll gewährleistet werden, dass der Weg auch bei Dunkelheit, Schnee und Eis sicher genutzt werden kann.
Der Weg dient nicht nur den Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Beschäftigten der Grundschule, sondern auch den Nutzerinnen und Nutzern der Turnhalle.
Absolutes Halte- und Parkverbot beachten
Entlang des gesamten provisorischen Schulwegs gilt ein absolutes Halte- und Parkverbot für PKWs. Dieses Verbot ist unbedingt zu beachten, damit der Weg jederzeit übersichtlich und sicher bleibt und als Rettungsweg nutzbar ist.
Insbesondere zu Unterrichtsbeginn und nach Schulschluss ist mit einem erhöhten Aufkommen an Kindern und Fußgängern zu rechnen. Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen oder von dort abholen, werden deshalb eindringlich gebeten, nicht entlang des provisorischen Schulwegs zu halten oder zu parken und den Parkplatz oberhalb der Baustelle zu nutzen, damit für die Handwerker und Maschinenführer ein reibungsloses Arbeiten möglich ist.
Der Weg ist gegenüber dem bisherigen Zugang etwas länger. Angesichts der umfangreichen Bauarbeiten ist diese vorübergehende Änderung jedoch notwendig. Wir bitten alle Kinder, Eltern, Lehrkräfte, Beschäftigten und Nutzer der Turnhalle um Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme.
Bushaltestelle wird vorübergehend verlegt
Auch die bisherige Bushaltestelle kann während der Bauzeit nicht an ihrem bisherigen Standort genutzt werden. Die Interimsbushaltestelle befindet sich künftig in der Nähe des Kreuzungsbereichs beim Weg zum ehemaligen Lehrerwohnhaus.
Der in diesem Mitteilungsblatt abgedruckte Schulwegplan zeigt sowohl den Verlauf des provisorischen Schulwegs als auch die Lage der vorübergehenden Bushaltestelle. Eltern werden gebeten, den neuen Weg und die geänderte Haltestellensituation gemeinsam mit ihren Kindern zu besprechen und nach Möglichkeit vor dem ersten Schultag einmal abzugehen.
Besonders in den ersten Tagen nach den Sommerferien werden alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten. Die Sicherheit der Schulkinder hat während der gesamten Bauzeit höchste Priorität. Aus diesem Grund wurde an der Grundschule für diese Zeit auf ausdrücklichen Wunsch der Gemeinde auch eine Temporeduzierung auf 30 km/h von der Straßenverkehrsbehörde angeordnet.
Offizieller Spatenstich Anfang Oktober
Nachdem die Arbeiten bereits seit Anfang August laufen und die Baugrube inzwischen weitgehend hergestellt ist, soll Anfang Oktober der offizielle Spatenstich stattfinden. Gemeinsam mit den Grundschülerinnen und Grundschülern, dem Lehrerkollegium, den Betreuungskräften, Elternvertretern, den beteiligten Firmen, Architekten, Fachplanern und weiteren Projektverantwortlichen soll damit der Beginn dieses besonderen Zukunftsprojekts auch offiziell gewürdigt werden.
Für die Schülerinnen und Schüler ist die Baustelle unmittelbar an ihrer Grundschule sicherlich etwas ganz Besonderes. Sie können über einen längeren Zeitraum beobachten, wie aus Planungen, Zeichnungen und einer großen Baugrube nach und nach ein neues Gebäude entsteht.
Viele Kinder werden sich später nicht nur an ihre Schulzeit, ihre Klassenkameradinnen und Klassenkameraden oder ihre Lehrkräfte erinnern, sondern auch daran, wie während ihrer Grundschulzeit die neue Mensa und die Räume für die Ganztagsbetreuung gebaut wurden. Ein solches gemeinsames Erlebnis kann die Verbundenheit mit der Schule und der Gemeinde nachhaltig stärken.
Nach der Fertigstellung wird das Gebäude Kindern und Familien über viele Jahre hinweg zugutekommen. Es entstehen moderne Räume für Betreuung, gemeinsames Lernen, Begegnung und eine gute Mittagsverpflegung. Der Neubau ist deshalb weit mehr als eine bauliche Erweiterung - er ist eine wichtige Investition in die Bildung, Betreuung und Zukunft der Kinder in der Gemeinde Heiligenberg.
Rücksichtnahme während der Bauzeit
Bei einem Projekt dieser Größenordnung lassen sich vorübergehende Einschränkungen, zusätzliche Wege sowie Lärm und Baustellenverkehr nicht vollständig vermeiden. Die beteiligten Baufirmen sind jedoch angehalten, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten und insbesondere auf die Schulkinder besondere Rücksicht zu nehmen.
Wir danken allen Beteiligten für ihren bisherigen außergewöhnlichen Einsatz. Ebenso danken wir den Schülerinnen und Schülern, den Eltern, den Lehrkräften, den Betreuungskräften, den Anwohnern und den Nutzern der Turnhalle für ihr Verständnis und ihre Geduld.
Die bisherigen Arbeiten geben allen Anlass zur Freude. Nun blicken wir gespannt auf den Beginn der Hochbauarbeiten und darauf, wie die neue Ganztagsbetreuung mit Mensa in den kommenden Monaten Schritt für Schritt Gestalt annehmen wird.


30. Juli 2026:
Nach einer mehrjährigen intensiven Planungs- und Abstimmungsphase ist es nun so weit. Am Montag, 3. August 2026, beginnen die Bauarbeiten für die Erweiterung der Grundschule Heiligenberg in Wintersulgen. Mit dem Neubau entstehen moderne Räume für die Ganztagsbetreuung sowie eine neue Mensa. Gleichzeitig werden die Außenanlagen und die Verkehrssituation im Umfeld der Schule umfassend aufgewertet.
Die Gemeinde Heiligenberg bietet bereits seit vielen Jahren von Montag bis Donnerstag eine Ganztagsbetreuung an. Die Nachfrage nach diesem Angebot ist kontinuierlich gestiegen. Mittlerweile sind sowohl die räumlichen Kapazitäten der Betreuung als auch die Möglichkeiten der vorhandenen Küche nahezu ausgeschöpft. Hinzu kommt der bundesweite Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder, der ab dem Schuljahr 2026/2027 schrittweise eingeführt wird.
Auch die vom Gemeinderat im Jahr 2025 beschlossene Einführung der verbindlichen Ganztagsgrundschule an drei Tagen mit jeweils sieben Stunden unterstreicht die Notwendigkeit, die bestehenden räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen grundlegend weiterzuentwickeln. Mit dem Neubau schafft die Gemeinde daher die erforderlichen Kapazitäten für eine zeitgemäße, verlässliche und qualitativ hochwertige Betreuung.
Sorgfältige Planung unter Beteiligung aller Betroffenen
Bereits Anfang des Jahres 2021 hatte die Gemeindeverwaltung das örtliche Architekturbüro KOSA Architekten aus Heiligenberg mit der Erarbeitung einer Vorplanung beauftragt. Grundlage hierfür waren die stetig wachsende Nachfrage, die bereits damals erkennbaren räumlichen Engpässe und der angekündigte Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung.
Die Vorplanung wurde in mehreren Gesprächs- und Abstimmungsrunden gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Grundschule, der Schulleitung, den Mitarbeitenden der Verlässlichen Grundschule, erfahrenem Betreuungspersonal anderer Grundschulen, dem Architekturbüro und der Gemeindeverwaltung entwickelt. Die jeweiligen Planungsstände wurden dem Gemeinderat im Rahmen verschiedener Klausurtagungen vorgestellt und ausführlich beraten.
In seiner Klausurtagung am 13. Januar 2024 beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung, die von KOSA Architekten erarbeiteten Entwurfsunterlagen als Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln aus dem Bundesprogramm „Investitionsprogramm Ganztagsausbau“ zu verwenden.
Um das Projekt anschließend ohne unnötige Verzögerungen weiterführen zu können, wurden die erforderlichen Architektenleistungen im August 2024 europaweit ausgeschrieben. Aufgrund des Auftragsvolumens war die Durchführung eines förmlichen europaweiten Vergabeverfahrens notwendig. Dieses wurde von der Gemeindeverwaltung gemeinsam mit einer erfahrenen Rechtsanwaltskanzlei begleitet.
Nach sorgfältiger Prüfung und Wertung der eingegangenen Angebote vergab der Gemeinderat die Architektenleistungen in seiner Sitzung am 26. November 2024 an das Architekturbüro mmp aus Uhldingen-Mühlhofen. Dessen Angebot hatte sich im Vergabeverfahren als das wirtschaftlichste erwiesen.
Weiterentwicklung und Optimierung des Entwurfs
Das Architekturbüro mmp entwickelte die auf der Machbarkeitsstudie von KOSA Architekten basierende Vorplanung weiter. Dabei wurde insbesondere die Raumfolge im Erdgeschoss des Erweiterungsgebäudes optimiert. Die schulisch genutzten Räume können künftig unabhängig voneinander genutzt und direkt erschlossen werden. Dies ermöglicht flexible Abläufe und schafft gute Voraussetzungen für die unterschiedlichen Anforderungen des Schul- und Betreuungsalltags.
Durch eine geringfügige Verschiebung des Neubaus in nordwestliche Richtung können zudem die beiden das Ensemble prägenden Bäume – eine Kiefer und ein Ahorn – im Eingangsbereich erhalten bleiben. Sie werden auch künftig wesentlich zum Erscheinungsbild des Schulareals beitragen und gleichzeitig natürlichen Schatten im neuen zentralen Eingangsbereich spenden.
Der zusammen mit diesem Beitrag veröffentlichte Grundrissplan einschließlich der Außenanlagenplanung vermittelt einen anschaulichen Überblick über die künftige Anordnung der Räume, die Erschließung des Gebäudes und die Gestaltung des Schulumfelds. Die ebenfalls abgedruckte Visualisierung der neuen Mensa und Betreuungsräume gibt bereits heute einen Eindruck davon, wie hell, freundlich und einladend die neuen Räumlichkeiten nach ihrer Fertigstellung wirken werden. Die Mensa soll dabei weit mehr als ein reiner Speiseraum sein. Sie wird zu einem zentralen Ort der Begegnung und des gemeinschaftlichen Miteinanders im Schulalltag.
Erste Ausschreibung mit erfreulichem Ergebnis
Auf Grundlage der weiterentwickelten Planunterlagen fasste der Gemeinderat in seiner Sitzung am 24. Februar 2026 den Baubeschluss für den Neubau der Ganztagsbetreuung einschließlich Mensa. Anschließend wurden das Architekturbüro mmp und die beteiligten Fachplanungsbüros mit der Ausarbeitung der Leistungsverzeichnisse für das erste Ausschreibungspaket beauftragt.
Dieses Paket umfasste die Erdarbeiten, den Rohbau ohne Holzbau, den Aufzug sowie die Gewerke Sanitär, Heizung, Lüftung und Blitzschutz. Darüber hinaus wurde das vom Fördermittelgeber vorgeschriebene Bauschild ausgeschrieben.
In der Kostenberechnung waren für diese Gewerke zunächst rund 1,404 Millionen Euro vorgesehen. Die vorab bepreisten Leistungsverzeichnisse beliefen sich auf insgesamt rund 1,417 Millionen Euro. Nach Prüfung der eingegangenen Angebote ergab sich schließlich eine Auftragssumme von insgesamt 1.352.037,55 Euro. Damit liegen die Ausschreibungsergebnisse erfreulicherweise unter der angesetzten Kostenberechnung.
Mit dem ersten Ausschreibungspaket sind bereits rund 45 Prozent der berechneten reinen Baukosten ausgeschrieben. Die Gesamtkosten waren in der Kostenberechnung vom 22. Januar 2026 mit 4,682 Millionen Euro veranschlagt worden. Nach dem ersten Ausschreibungspaket liegt der aktuelle Kostenstand bei rund 4,630 Millionen Euro.
Mehr als 3,2 Millionen Euro Fördermittel
Möglich wird dieses wichtige Zukunftsprojekt auch durch eine umfangreiche Förderung von Bund und Land. Aus dem Bundesprogramm „Investitionsprogramm Ganztagsausbau“ erhält die Gemeinde Heiligenberg Fördermittel in Höhe von 2.287.020 Euro. Weitere 950.000 Euro werden aus dem Ausgleichsstock des Landes Baden-Württemberg als Investitionshilfe für leistungsschwache Gemeinden bereitgestellt.
Insgesamt fließen somit Fördermittel in Höhe von 3.237.020 Euro in den Neubau. Nach Abzug dieser Zuschüsse verbleibt bei der Gemeinde Heiligenberg ein Eigenanteil von knapp 1,4 Millionen Euro.
Baubeginn am 3. August 2026
Am Montag, 3. August 2026, beginnen die Abbruch- und Erdarbeiten durch die Firma Straßer aus Salem. Mitte September soll die Firma Löffler aus Hohentengen mit den Rohbauarbeiten starten. Der offizielle Spatenstich mit den Grundschülerinnen und Grundschülern, dem Lehrerkollegium, Gemeindemitarbeitern, Vertretern des Gesamtelternbeirats sowie den beteiligten Planern, Firmen und Projektverantwortlichen ist für Anfang Oktober nach den Sommerferien vorgesehen. Zu diesem Zeitpunkt werden auch die ersten sichtbaren Fortschritte auf der Baustelle zu erkennen sein.
Das Gesamtprojekt beschränkt sich nicht allein auf das neue Betreuungsgebäude und die Mensa. Auch die Verkehrssituation rund um die Grundschule wird deutlich verbessert. Vorgesehen sind eine neu geordnete Bushaltestellensituation mit barrierefreien Bushaltestellen sowie eine Querungshilfe, die künftig ein sicheres Überqueren der Gemeindeverbindungsstraße ermöglichen soll. Damit wird das gesamte Schulumfeld sicherer, übersichtlicher und besser zugänglich.
Eine Investition in die Zukunft unserer Kinder
Nach der langen und intensiven Planungs-, Abstimmungs- und Förderphase freuen sich Gemeinderat und Gemeindeverwaltung außerordentlich, dass dieses bedeutende Projekt nun sichtbar in die Umsetzung geht. Der Neubau ist ein starkes Bekenntnis der Gemeinde zu ihren Kindern und Familien sowie zu einer modernen und zukunftsfähigen Bildungs- und Betreuungslandschaft.
Mit der Investition schafft die Gemeinde nicht nur zusätzliche Räume. Sie verbessert die Voraussetzungen für Bildung, Betreuung, gemeinsames Lernen, gesunde Ernährung und ein gutes soziales Miteinander. Die beträchtlichen finanziellen Mittel sind deshalb gut und nachhaltig angelegtes Geld – denn eine Investition in Kinder ist immer auch eine Investition in die Zukunft der gesamten Gemeinde.
Der Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung verbinden mit dem Projekt zugleich die Hoffnung, dass das außergewöhnliche Engagement und die erheblichen finanziellen Anstrengungen der Gemeinde nachhaltig Wirkung entfalten. Wir bitten auch um Verständnis für die mit den Bauarbeiten verbundenen Beeinträchtigungen. Die ausführenden Firmen sind bemüht, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Wir sind überzeugt, dass das Ergebnis nach Abschluss der Bauarbeiten für die vorübergehenden Unannehmlichkeiten entschädigen wird.
Nun blicken alle Beteiligten mit Freude und Spannung auf die bevorstehende Bauzeit und auf den Tag, an dem die Kinder ihre neuen Räume und die neue Mensa erstmals mit Leben füllen werden.
12. Februar 2026:
Die Gemeinde Heiligenberg als Schulträgerin und verantwortliche Bauherrin treibt die Erweiterung der Grundschule Heiligenberg für die künftige Ganztagesbetreuung weiter konsequent voran. Mit Blick auf den ab dem kommenden Schuljahr greifenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung – zunächst für die neu eingeschulten Erstklässler und in den Folgejahren dann „mitwachsend“ für alle Jahrgänge – schafft die Gemeinde die räumlichen und technischen Voraussetzungen, um den Ganztagsbetrieb pädagogisch sinnvoll, organisatorisch verlässlich und langfristig zukunftsfähig abbilden zu können.
Die Planungen für die erforderliche Erweiterung laufen in Verwaltung und Gemeinderat seit nahezu drei Jahren. Grundlage war eine Machbarkeitsstudie, aus der heraus die nächsten Planungsschritte entwickelt wurden. Um die bestmögliche Lösung zu erarbeiten und aufgrund der Überschreitung des EU-Schwellenwertes für die Vergabe von Dienstleistungsaufträgen, wurden die Architektenleistungen europaweit ausgeschrieben. In der Gemeinderatssitzung am 26. November 2024 erhielt das Architekturbüro mmp aus Uhldingen-Mühlhofen, nach vorangegangener Prüfung der vier eingegangenen Angebote durch ein beauftragtes Rechtsanwaltsbüro, als wirtschaftlichster Anbieter den Zuschlag. Seitdem wurden die auf der Machbarkeitsstudie basierende Vorplanung – ursprünglich erarbeitet durch KOSA-Architekten aus Heiligenberg – durch mmp gemeinsam mit Fachplanern, Gemeindeverwaltung, Schule und Betreuungsteam weiterentwickelt und in mehreren Abstimmungsrunden konkretisiert.
Im Erdgeschoss liegen die zentralen Bereiche des künftigen Ganztagsbetriebs. Eine Mensa mit Küche für die Ausgabe von geliefertem Essen sowie zwei zusätzliche Räume für das pädagogische Nachmittagsprogramm. Die Mensa wird vorausschauend für bis zu 100 Schülerinnen und Schüler ausgelegt, um auf mögliche Entwicklungen bei den Schülerzahlen vorbereitet zu sein. Die bestehende kleine Schulküche im Altgebäude (Turnhalle) bleibt erhalten und kann weiterhin in Unterrichtsangebote integriert werden. In der Entwurfsplanung wurde außerdem der Raumfolgenablauf optimiert. Ziel ist, dass alle schulisch genutzten Räume unabhängig voneinander nutzbar sind und direkt erschlossen werden können – ein entscheidender Vorteil für den parallel laufenden Unterrichts- und Ganztagsbetrieb. Verbunden wird das Bestandsgebäude und der Neubau über einen Verbindungsgang, der zukünftig auch den zentralen Eingangsbereich der Grundschule darstellen soll und über den man zudem direkt in den Außenbereich der Grundschule / Schulhof gelangt.
Ein weiterer wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung der Planung ist die Entscheidung für eine Unterkellerung des geplanten Neubaus nördlich des bestehenden Schulgebäudes. Hintergrund ist die Geländesituation. Bei einer ursprünglich vorgesehenen eingeschossigen Bauweise hätte das Gelände unter dem Erweiterungsbau um rund 1,80 Meter aufgeschüttet werden müssen. Diese Auffüllungen wären später nicht nutzbar gewesen. Der Gemeinderat hat sich daher für ein Untergeschoss entschieden – eine Lösung, die nicht nur die Niveaugleichheit der Gebäudeteile ermöglicht, sondern zugleich zusätzlichen, funktional dringend benötigten Raum schafft.
Im Untergeschoss werden künftig die komplette Haustechnik sowie wesentliche Versorgungs- und Lagerflächen untergebracht. Vorgesehen sind Flächen für die Heizinstallation mit Pelletslager sowie für Elektro- und Lüftungsanlagen. Darüber hinaus entsteht ein größerer Lagerraum mit kleiner Werkstatt für den Hausmeister, um Materialien, die bislang im Schulgebäude verteilt untergebracht sind, zentral und praktikabel zu lagern – etwa Mobiliar, das für größere Veranstaltungen benötigt wird. Das Untergeschoss wird nicht über eine Innentreppe, sondern über einen Lastenaufzug mit dem Erdgeschoss verbunden, womit eine funktionale Erschließung sichergestellt wird. Hierdurch geht im wertvollen Erdgeschoss weniger Platz, etwa durch ein Treppenabgang im Eingangsbereich, verloren. Darüber hinaus ist das Untergeschoss außenseitig barrierefrei erschlossen.
Ein zusätzlicher Schwerpunkt liegt auf einer nachhaltigen und langfristig tragfähigen Energieversorgung. Die bestehende Gas-Heizung der Grundschule verfügt nicht über ausreichende Reserven, um auch das Erweiterungsgebäude mitzuversorgen. Zudem sind angesichts des Anlagenzustands zeitnah Instandsetzungs- und Ersatzmaßnahmen erforderlich. Da die bisherige Wärmeerzeugung gasbasiert und damit nicht regenerativ ist, setzt die Gemeinde im Zuge des Neubaus auf eine neue, zukunftsfähige Heizzentrale im Untergeschoss des Erweiterungsgebäudes. Diese soll nicht nur die Schulgebäude, sondern auch die beiden Sporthallen sowie das gegenüberliegende ehemalige Lehrerwohnhaus zentral mit Wärme versorgen. Die Wärmeerzeugung ist als regenerative Lösung auf Pelletsbasis in Verbindung mit einer Wärmepumpe für die Sommermonate geplant. Ergänzend wird auf dem Dach des Neubaus eine Photovoltaikanlage installiert.
Die Entwurfsplanung wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorgestellt und einstimmig zur Kenntnis genommen beziehungsweise in den bisherigen Schritten bestätigt. Die Phase der Entwurfsplanung ist damit weitgehend abgeschlossen. In der kommenden Gemeinderatssitzung am 24. Februar 2026 ist vorgesehen, den Beschluss zur Bauantragsstellung zu fassen. Zu diesem Termin werden auch die endgültige Entwurfsplanung sowie die finale Kostenberechnung vorgelegt.
Die Gemeinde rechnet derzeit mit Gesamtkosten von rund 4,6 Millionen Euro. Gleichzeitig werden Fördermittel in Anspruch genommen. Aus Bundesmitteln werden nach derzeitigem Stand rund 2,2 Millionen Euro erwartet. Ergänzend hat die Gemeinde weitere Fördermittel – unter anderem aus dem Ausgleichstock des Landes Baden-Württemberg für finanzschwache Gemeinden – beantragt, um die finanzielle Belastung für den Gemeindehaushalt bestmöglich abzufedern. Der Baustart ist – vorbehaltlich der weiteren Beschlussfassungen und Genehmigungsverfahren – für den kommenden Sommer anvisiert.
Mit dem Neubau soll auch das direkte Umfeld der Schule profitieren. Die Außenanlagen erhalten im Zuge der Maßnahme ein neues Gesicht. Der Schulhof wird an die neuen Gegebenheiten angepasst und entsprechend gestaltet – mit zusätzlichen Spielmöglichkeiten und insgesamt mehr Aufenthaltsqualität für die Schulkinder.
Darüber hinaus verfolgt die Gemeinde ein weiteres wichtiges Ziel im Sinne der Sicherheit und Barrierefreiheit. Die Bushaltestelle vor der Grundschule soll im Rahmen des Ausbauprogramms des Landes Baden-Württemberg für barrierefreie Bushaltestellen wesentlich verbessert werden. Die Gemeinde hat sich hierfür bereits im Oktober 2025 um die Aufnahme in das Förderprogramm beworben. Bei einer Zusage ist der konkrete Antrag bis Oktober 2026 einzureichen, sodass – im günstigen Fall – ein Ausbau der Haltestellen im Zeitraum Herbst 2027 bis Frühjahr 2028 realistisch erscheint.
Mit dem Neubau für Ganztagsbetreuung und Mensa setzt die Gemeinde Heiligenberg ein klares Zeichen. Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung wird nicht nur formal erfüllt, sondern mit einer durchdachten räumlichen, energetischen und funktionalen Lösung hinterlegt. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, damit Ganztagsangebote an der Grundschule Heiligenberg verlässlich starten, in den kommenden Jahren mitwachsen und langfristig erfolgreich weiterentwickelt werden können.

