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Die Sonne über dem Bodensee

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"Zukunft braucht Herkunft. Zukunft braucht Mut"

Bürgerbeteiligte Projektentwicklung "Hotel Post-Areal"

Sachstand Februar 2018

Zum Ende der Saison 2008 wird der Betrieb des seit 400 Jahren im Familienbesitz befindlichen Hotels Post endgültig eingestellt.

Die Eigentümer verhandeln nach der Schließung mit mehreren Kaufinteressenten.

Im Juli 2009 beschließt der Gemeinderat mehrheitlich das „Hotel Post-Areal“ in Heiligenberg zu erwerben. Der Kaufpreis beträgt 650.000 Euro, das Gesamtareal hat eine Fläche von rd. 4.200 qm.

Im Herbst 2009 wird die Bürgerschaft über die Hintergründe, die zum Erwerb geführt haben, informiert.

Unter der Moderation / Leitung der Kommunalentwicklung GmbH  - LBBW Immobilien wird eine bürgerbeteiligte Projektentwicklung durchgeführt. Ziel der sog. Planungswerkstätten ist es Ideen zu entwickeln und über Möglichkeiten, Vorstellungen der künftigen Nutzungsinhalte auf dem „Hotel Post-Areal“ nachzudenken und diese zu formulieren.

Die Präsentation der Ergebnisse aus den Planungswerkstätten „ Bürger“ und der Ideen aus der Mitte des Gemeinderates werden im Juli 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Insgesamt 22 Personen haben in den Planungswerkstätten mitgewirkt.

Nach der Vorstellung der Ergebnisse beauftragt der Gemeinderat die Erstellung einer Machbarkeitsstudie.

Diese Machbarkeitsstudie wird im Februar 2011 der Bürgerschaft vorgestellt, die Suche nach Investoren beginnt.

Im Mai 2011 erhalten Prof. Jörg Aldinger, Aldinger Architekten, Stuttgart, und Klaus Meene, Prospecting Partners, München, ein „Exklusivrecht“ an der inhaltlichen Entwicklung und Planung / Überplanung des ehemaligen Hotel Post-Areals.

Diese Pläne, sowie ein städtebaulicher Entwurf werden von Prof. Aldinger im Mai 2012 der Bürgerschaft präsentiert.

Das Nutzungskonzept (entwickelt im Bürgerbeteiligungsprozess) sieht ein Hotel / Gastronomie / Sky-Bar, einen medizinischen Nutzungsanteil (Dienstleistungszentrum Krankheitsprävention / Gesundheitsförderung), sowie Wohnungen vor.

Nutzungskonzept und Architektur des Planentwurfs „Village“ fanden die große Mehrheit sowohl der Mitglieder des Gemeinderates, als auch der Teilnehmer der Planungswerkstatt.
Basierend auf diesem Entwurf wurde im Juli 2012 das gesetzlich vorgeschriebene Bebauungsplanverfahren eingeleitet.

Im Juni 2013 wird das Verfahren abgeschlossen und der Bebauungsplan als Satzung beschlossen. Aufgrund der exponierten Lage des Grundstücks an der Hangkante in unmittelbarer Nähe des Schlosses und der denkmalgeschützten Umgebungsbebauung war hier eine enge Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt erforderlich. Umfangreiche Baugrunduntersuchungen wurden im Vorfeld durchgeführt.

Eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Bebauungsplanverfahren und Erläuterungen zum Planentwurf „Village“ fand im Juli 2013 statt.

Der gesamte Gebäudekomplex des ehemaligen „Hotel Post-Areals“ wurde im Herbst 2013 abgerissen, das Grundstück eingeebnet und eingegrünt.


Pressemitteilung von Bürgermeister Frank Amann im Februar 2018


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die letzte öffentliche Information zum Sachstand der bürgerbeteiligten Projektentwicklung „Hotel Post-Areal“ datiert vom September 2016.
Das ist nun fast 1 ½ Jahre her.

In der Zwischenzeit ist es, zumindest was die Öffentlichkeitsarbeit angeht, sehr still rund um das Projekt gewesen.

Architekt Prof. Jörg Aldinger und ich hatten im September 2016 vom Gemeinderat und den Mitgliedern der Planungswerkstatt den Auftrag erhalten zeitnah aktiv mit möglichen Investoren in Kontakt zu treten. Diese vielversprechenden Gespräche wurden im Dezember 2016 geführt und es verblieben vier Investoren in der engeren Auswahl.

Zu diesem Zeitpunkt sind wir als  Verhandlungsführer (J. Aldinger und F. Amann) davon ausgegangen, dass die Fa. Amplius GmbH (Unternehmen aus dem Gesundheitsklinik-Management und Forschungsbereich) sich zumindest als Mieter an dem Projekt beteiligt. Diese Zusage wurde im Herbst 2016 vom Berater der Amplius GmbH und Mitinitiator des Projekts gegeben.

Es war daher geplant, Investoren und Vertreter der Amplius GmbH im 1. Quartal 2017 zusammenzubringen und die Rahmenbedingungen eines Engagements zu erörtern.

Es war das erklärte Ziel der Gemeinde dieses hochinteressante medizinische Gesundheitskonzept am Standort Heiligenberg umzusetzen.

Leider hat sich dann im Frühjahr 2017 gezeigt, dass dieses Ziel nicht erreicht werden kann.

Nach einem weiteren Termin wurde seitens der Amplius GmbH (Klinik Buchinger / Wilhelmi - Gesundheitsmanagement), Überlingen, mitgeteilt, dass das Projekt am Standort Heiligenberg nicht weiterverfolgt wird - weder als Investor noch als Betreiber / Mieter.

Dieser intensive Prüfung- und Diskussionsprozess innerhalb des Firmenverbundes / der Familie hat länger gedauert als wir das erwartet hatten.

Die mögliche Integration eines medizinischen Gesundheitskonzepts auf dem Post-Areal ist damit, so meine Einschätzung, voraussichtlich „vom Tisch“. Dies war ein wesentlicher und zentraler Baustein der im Bürgerbeteiligungsprozess formulierten Ziele.

Es galt nun gemeinsam mit den vorhandenen, potentiellen Investoren ein etwas verändertes Nutzungskonzept zu entwickeln, das eine breite Zustimmung innerhalb des Gemeinderates und der Bürgerwerkstatt finden könnte.

Wir haben daher den potentiellen Investoren / Bewerbern im Juli 2017 die folgenden Informationen gegeben und eine konkrete Aufgabenstellung formuliert.
Anschreiben / Informationen Investoren – Juli 2017

Das Post-Areal in Heiligenberg wurde auf Grundlage eines städtebaulichen und architektonischen Entwurfs von Aldinger Architekten, Stuttgart, mit einem Bebauungsplan belegt.

Der rechtskräftige Bebauungsplan vereint in einer außergewöhnlichen Aussichtslage alle Belange des Landschaftsschutzes, des Naturschutzes, des Denkmalschutz und des Baugesetzbuches.

Der Bebauungsplan wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen, er wird nicht mehr hinterfragt und auch nicht ge-/verändert.

Der Bebauungsplan sieht 5 sogenannte Punkthäuser vor, die in ihrer Gebäudestellung jedem Gebäude eine Aussicht auf den Bodensee und / oder die Alpen ermöglichen.

Das Gebiet ist als Mischgebiet qualifiziert und bietet somit die Grundlage für eine Wohnnutzung sowie eine gewerbliche Nutzung.

Es ist unser ausdrücklicher Wunsch hier Dienstleistung und insbesondere eine gastronomische Nutzung und / oder einen Beherbergungsbetrieb anzusiedeln.

Die Gemeinde bittet nun um Vorschläge zur Projektentwicklung des Post-Areals.

In den Vorschlägen soll vor allem das Nutzungsgemenge, Anzahl und Art der Wohnungen, Vorschläge zur gewerblichen Nutzung und insbesondere konkrete Aussagen zu einer gastronomischen Entwicklung Raum finden.

Wir beabsichtigen einen zeitnahen Verkauf des Grundstücks, wobei wir bei den Kaufinteressenten vor allem einen Leistungswettbewerb zur Projektentwicklung und keinen Preiswettbewerb zum Kaufpreis sehen.

Soweit die Aufgabenstellung an die Investoren.

Gespräche mit 2 potentiellen Investoren wurden Ende September 2017 geführt.

Ein Bewerber hat am 20. Januar 2018 sein Konzept dem Gemeinderat im Rahmen einer nichtöffentlichen Klausurtagung vorgestellt.

Dabei sind einige Fragen offen geblieben, die nun vom möglichen Investor zu beantworten bzw. zu konkretisieren sind. Dafür haben wir ein Zeitfenster von drei Monaten eingeräumt.

Über die weiteren Entwicklungen werden wir im Mitteilungsblatt informieren.

Erlauben Sie mir noch folgende persönliche Bemerkung:

Ja, es ist richtig, es ist zwischenzeitlich viel Zeit vergangenen seit die Gemeinde dieses Grundstück erworben hat. Für manch einen zu viel. Und ja, wir haben bis zum heutigen Tag rd. 950.000 Euro in dieses Grundstück und die Projektentwicklung und die diversen Untersuchungen und Verfahren gesteckt.

Aber dieses Geld war und ist mehr als gut und sinnvoll angelegt. Wir haben es selbst in der Hand wie dieses Grundstück in Toplage künftig genutzt wird und sind hier nicht passiver Zuschauer, wie das Grundstück von potentiellen Bauträgern mit Wohnungen „ausgemostet“ wird. Das haben wir mit dem Kauf verhindert und darüber sollten wir dankbar sein.

Gerade die erfolgreich abgeschlossenen Sanierungsmaßnahmen im Ortskern von Heiligenberg vor rd. 15 Jahren – sie alle sind für uns zwischenzeitlich selbstverständlich -  haben gezeigt, welch neuen und positiven Impulse von attraktiven städtebaulichen Maßnahmen ausgehen können.

Diesen erfolgreichen Weg wollen und müssen wir konsequent weitergehen um im Wettbewerb bestehen zu können. Dazu stehe ich und dafür setze ich mich ein.

 
Frank Amann
Bürgermeister / 20.02.2018

 
Chronologie – Projektentwicklung „Hotel Post-Areal“

2009
Die Gemeinde erwirbt für 650.000 Euro das Grundstück des ehem. Hotel Post. Das Grundstück hat eine Fläche von 4.160 qm. Die Gemeindeverwaltung kündigt bei der inhaltlichen Entwicklung eine aktive bürgerbeteiligte Projektentwicklung an.

Moderiert wird dieser Prozess von der Kommunalentwicklung Baden-Württemberg (KE) einer Tochtergesellschaft der LBBW Immobilien


2010
Auftaktveranstaltung für alle interessierten Bürger

Auftakttreffen und Intensivtreffen – entwickeln von Ideen und Lösungsansätzen

Präsentation der Ergebnisse / Tag der offenen Tür

Ausstellung der Pläne, Modelle und Kalkulationen
 

2011
Vorstellung der Machbarkeitsstudie

Vorstellung Planungsbüros / Auswahl Planungsteam Aldinger / Meene

 
2012
Vorstellung / Zustimmung Planentwurf „Village“

Einleitung des Bebauungsplanverfahrens / Baugrunduntersuchungen

 
2013 / 2014
Beschluss Bebauungsplan

Tag der offenen Tür – letztmalig

Abriss Gebäudekomplex


2015
Verhandlungen mit der Amplius GmbH beginnen


2016
Informationsveranstaltungen Gemeinderat / Planungswerkstatt  über den Verhandlungsstand

Pressemitteilungen

 
2017
Verhandlungen mit Amplius GmbH gescheitert

Investorengespräche

 

Sehen Sie hier die Projektvorstellung (pdf-Datei) des Architekten Prof. Jörg Aldinger, Planungsgesellschaft Aldinger Architekten, Stuttgart.

Modell "Village"
Modell "Village"

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